Wochenlang war es das grosse Fragezeichen der NBA Offseason: LeBron James verlässt die Los Angeles Lakers, so viel stand bereits fest. Doch wohin zieht es die Liga Legende für sein 24. NBA Jahr? Jetzt ist die Antwort da, und sie hat die gesamte Basketball Welt überrascht. Gleichzeitig hat der Sommer 2026 noch weit mehr zu bieten als nur diese eine Entscheidung. Von einem historischen Blockbuster Trade um Giannis Antetokounmpo über einen Tausch zweier Superstars zwischen Erzrivalen bis hin zu einer Rückkehr, die niemand mehr für möglich gehalten hätte, war dieser Sommer einer der wildesten in der jüngeren NBA Geschichte. Wir fassen die wichtigsten NBA Trades 2026 zusammen und zeigen, welche Teams jetzt als grosse Gewinner dastehen.
LeBron James wechselt zu den Philadelphia 76ers
Nach acht Jahren in Purple and Gold ist Schluss. LeBron James hat den Lakers bereits Ende Juni mitgeteilt, dass er die Franchise verlassen wird. Sein Agent Rich Paul liess über Wochen keine Details durchsickern und betonte immer wieder, dass sich niemand von aussen unter Druck setzen lassen werde. Genannt wurden praktisch alle grossen Namen der Liga als mögliche Ziele, darunter die Golden State Warriors um seinen langjährigen Weggefährten Stephen Curry, die Miami Heat, die Cleveland Cavaliers als emotionale Rückkehr in seine Heimat und die Minnesota Timberwolves.
Ende Juli dann die Auflösung, die viele NBA Fans nicht kommen sahen. LeBron James unterschreibt bei den Philadelphia 76ers, einen Vertrag über zwei Jahre und rund acht Millionen Dollar, inklusive Spieleroption. In seiner Botschaft an die Fans sprach James von seiner letzten grossen Entscheidung und davon, dass er noch einmal alles geben wolle, um mit einem neuen Team eine Meisterschaft zu holen. In Philadelphia trifft er nun auf Joel Embiid, Tyrese Maxey und den ebenfalls neu verpflichteten Jaylen Brown. Damit besitzen die Sixers auf dem Papier eines der gefährlichsten Kader der gesamten Liga und werden über Nacht zum Titelanwärter in der Eastern Conference.
Der Giannis Trade: Miami Heat schlagen zu
Schon Wochen vor der offiziellen Öffnung der Free Agency sorgte ein anderer Name für Aufsehen. Giannis Antetokounmpo, zweifacher MVP und Champion mit den Milwaukee Bucks, wollte nach Jahren des Wartens endlich wieder um den Titel mitspielen. Die Bucks entschieden sich schliesslich gegen ein Angebot der Boston Celtics um Jaylen Brown und gegen weitere Interessenten aus Atlanta und Minnesota, und einigten sich stattdessen mit den Miami Heat.
Der Deal gehört zu den grössten Trades der NBA Geschichte. Miami schickt Tyler Herro, Kel'el Ware, Jaime Jaquez Jr. und Kasparas Jakucionis nach Milwaukee, dazu gleich drei Erstrundenpicks, einen Pick Swap und einen Zweitrundenpick. Im Gegenzug erhalten die Heat Antetokounmpo sowie Bobby Portis. Für Pat Riley und die Heat ist es die lange ersehnte Rückkehr zur Spitze der Eastern Conference, gemeinsam mit Bam Adebayo entsteht eine der stärksten Frontlinien der Liga. Für Milwaukee beginnt dagegen ein kompletter Umbruch, denn die eigenen Erstrundenpicks bis 2030 sind nun fest verplant.
Jaylen Brown und Paul George tauschen die Plätze
Kaum war der Giannis Trade verdaut, folgte der nächste Paukenschlag. Nachdem das Angebot der Celtics für Antetokounmpo abgelehnt wurde, entschied sich Boston überraschend, Franchise Ikone Jaylen Brown ebenfalls abzugeben. Der Finals MVP von 2024 wechselt zu den Philadelphia 76ers, im Gegenzug erhalten die Celtics Paul George sowie zwei Erstrunden und zwei Zweitrundenpicks.
Der Trade wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, ergibt aus Sicht beider Teams aber durchaus Sinn. Boston verabschiedet sich von einem sehr teuren Vertrag und sammelt wertvolle Draftkapital, während Philadelphia mit Brown, Maxey und Embiid ein Trio zusammenstellt, das defensiv wie offensiv für viele Probleme sorgen dürfte. Besonders pikant, die Sixers hatten die Celtics erst im Frühjahr in der ersten Playoffrunde eliminiert. Nun spielen die beiden Rivalen munter mit Rollen und Stars weiter.
Kawhi Leonard kehrt zu den Toronto Raptors zurück
Eine der emotionalsten Geschichten des Sommers betrifft Kawhi Leonard. Sieben Jahre nachdem er mit den Raptors die einzige Meisterschaft der Franchise Geschichte holte, einigten sich die LA Clippers und Toronto Ende Juni auf einen Trade. Toronto erhält den zweifachen Finals MVP, die Clippers im Gegenzug Brandon Ingram, Gradey Dick sowie mehrere Erstrunden und Zweitrundenpicks bis ins Jahr 2033.
Der Deal sorgte allerdings für zusätzliche Spannung, da die NBA parallel eine Untersuchung zu möglichen Verstössen der Clippers gegen die Regeln der Gehaltsobergrenze führt. Solange diese Untersuchung läuft, bleibt der Trade formell auf Eis gelegt, die Raptors erklärten öffentlich, das Risiko eines möglichen Ausgangs der Untersuchung nicht allein tragen zu wollen. Sportlich betrachtet würde eine Rückkehr von Leonard die Defensive der Raptors auf ein neues Niveau heben und Toronto in der Eastern Conference wieder zu einem echten Faktor machen.
LaMelo Ball zu Minnesota, Ja Morant nach Portland
Auch im Nordwesten der Liga ging es hoch her. Die Minnesota Timberwolves, seit dem Abgang von Karl Anthony Towns auf der Suche nach einem starken Backcourt Partner für Anthony Edwards, schlugen bei den Charlotte Hornets zu. Für LaMelo Ball und Josh Green gaben die Wolves unter anderem Naz Reid, einen ungeschützten Erstrundenpick 2033 sowie gleich drei Pick Swaps und drei Zweitrundenpicks ab, ein hoher Preis für einen Spieler mit durchwachsener Verletzungshistorie, aber enormem offensivem Potenzial.
Der Ball Trade hatte gleich einen weiteren Effekt. Die Memphis Grizzlies, die seit Monaten versuchten, Ja Morant zu verschieben, verloren mit Minnesota einen der plausibelsten Interessenten. Am Ende fanden die Grizzlies mit den Portland Trail Blazers doch noch einen Abnehmer, wenn auch zu einem vergleichsweise günstigen Preis. In Portland trifft Morant nun auf Deni Avdija und Damian Lillard und soll dem jungen Kader neue Explosivität in der Offensive verleihen.
Wer sonst noch für Gesprächsstoff sorgt
Abseits der grossen Trades zieht auch ein junger Spieler enorme Aufmerksamkeit auf sich. Victor Wembanyama von den San Antonio Spurs, aktueller Defensive Player of the Year, ist seit dem 6. August für eine Vertragsverlängerung berechtigt. Die Basis liegt bei rund 252 Millionen Dollar über fünf Jahre, die grösste Rookie Extension in der Geschichte der Franchise. Weil Wembanyama wegen einer Ineligibilität in seiner Rookie Saison nicht automatisch von der höheren Gehaltsobergrenze profitiert, könnte die Summe aber noch deutlich steigen, sollte er in der kommenden Saison erneut für All NBA, MVP oder erneut für den Titel als Defensive Player of the Year infrage kommen. Dann wäre laut Experten sogar ein Vertrag von über 300 Millionen Dollar realistisch. Für Fans der jungen Garde ist damit klar, wer in den kommenden Jahren das Gesicht der Liga mitprägen wird.
Was diese NBA Trades für die neue Saison bedeuten
Selten hat eine einzige Offseason die Machtverhältnisse der Liga derart auf den Kopf gestellt. Philadelphia positioniert sich mit LeBron James und Jaylen Brown als neuer Titelanwärter im Osten, während Miami mit Giannis Antetokounmpo eine ganz neue Ära einläutet. Boston und Milwaukee starten dagegen in einen Umbruch, dessen Ausgang völlig offen ist. Im Westen sorgen die Timberwolves mit LaMelo Ball für ein spannendes neues Duo, während in Toronto die Rückkehr von Kawhi Leonard weiterhin von einer laufenden Untersuchung überschattet wird.
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Quellen
ESPN: LeBron picks 76ers as last decision
NBA.com: LeBron James heads back East, signs deal with 76ers
ESPN: Bucks trading Giannis Antetokounmpo to Heat
NBA.com: Sixers pick up All Star Jaylen Brown from Celtics
ESPN: Raptors agree to acquire Kawhi Leonard from Clippers
NBA.com: Raptors, Clippers put Kawhi Leonard trade on hold
NBA.com: LaMelo Ball trade to Timberwolves
Heavy.com: Ja Morant Trade Market nach LaMelo Ball Deal
ESPN: 2026 NBA buzz, Wembanyama Extension


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